DTZ Sprechen 6 Aufgaben mit Musterdialog

DTZ Teil 3: gemeinsam etwas planen
Sechs typische Themen mit fertigen B1-Dialogen

Im letzten Teil der mündlichen Prüfung plant ihr zu zweit etwas: ein Fest, einen Ausflug, ein Geschenk. Die Themen sind einfach. Punkte gehen trotzdem verloren, weil viele nacheinander Monologe halten, statt miteinander zu planen. Hier findest du sechs Aufgaben, wie sie in der Prüfung vorkommen, jeweils mit einem Dialog zum lauten Nachsprechen.

Kurz beantwortet

So funktioniert DTZ Teil 3

  • Dauer: etwa 6 Minuten, ohne Vorbereitungszeit, meistens mit einem Partner.
  • Aufgabe: Eine Karte mit Situation und vier bis fünf Stichpunkten, zum Beispiel wann, wo, wer macht was, was kostet es.
  • Ziel: Ihr einigt euch am Ende auf einen gemeinsamen Plan.
  • Für B1: Vorschläge machen, auf den Partner reagieren, einmal höflich widersprechen, begründen und zum Schluss zusammenfassen.

1. Der Ablauf in vier Bewegungen

Jede Teil-3-Aufgabe lässt sich mit demselben Muster lösen. Wenn du es kennst, musst du in der Prüfung nur noch die Wörter zum Thema einsetzen.

1 · Starten

Thema eröffnen

„Wir sollen … planen. Hast du schon eine Idee?“

2 · Vorschlagen

Stichpunkt für Stichpunkt

„Ich schlage vor, dass wir …“ · „Wie wäre es mit …?“

3 · Reagieren

Zustimmen oder widersprechen

„Gute Idee, weil …“ · „Das ist schön, aber …“

4 · Einigen

Zusammenfassen

„Also: Wir machen … Du kümmerst dich um …, ich …“

Faustregel: Nach jedem eigenen Satz den Ball zurückgeben. Eine Frage wie „Was meinst du?“ reicht. So entsteht automatisch ein Gespräch.

2. Sechs Aufgaben mit Musterdialog

Lies die Aufgabe, deck den Dialog ab und versuch es zuerst selbst, am besten laut und mit Handyaufnahme. Vergleiche danach. Die Dialoge sind bewusst kurz: In der Prüfung sagt jede Person mehr, aber das Muster bleibt gleich.

1. Ausflug mit dem Kurs

Aufgabe: Plant einen Ausflug mit eurem Deutschkurs. Wohin? Wann? Wie fahrt ihr hin? Was nehmt ihr mit?

A: Wohin wollen wir fahren? Ich schlage den Zoo vor, da gibt es etwas für alle.

B: Der Zoo ist schön, aber ziemlich teuer. Wie wäre es mit einem Picknick im Park am See?

A: Stimmt, das kostet fast nichts. Und wann? Am Samstag haben die meisten frei.

B: Einverstanden. Wir fahren mit dem Bus, dann braucht niemand ein Auto.

A: Gut. Ich frage die Kursleiterin, ob sie mitkommt. Kümmerst du dich um die Busverbindung?

B: Mache ich. Also: Samstag Picknick am See, wir fahren mit dem Bus und jeder bringt etwas zu essen mit.

Nützliche Wörter: die Fahrkarte, die Verbindung, das Picknick, der Treffpunkt, bei Regen

2. Geburtstagsgeschenk für eine Kollegin

Aufgabe: Eine Kollegin hat Geburtstag. Was schenkt ihr? Wie viel Geld? Wer kauft es? Wie überreicht ihr es?

A: Frau Petrović hat nächste Woche Geburtstag. Hast du eine Idee für ein Geschenk?

B: Sie trinkt gern Tee. Wir könnten eine schöne Teedose mit verschiedenen Sorten kaufen.

A: Gute Idee. Wie viel soll jeder geben? Ich finde fünf Euro in Ordnung.

B: Fünf Euro ist gut. Ich sammle das Geld in der Pause, wenn du einkaufen gehst.

A: Das passt. Und wir schreiben alle zusammen eine Karte.

B: Genau. Dann überreichen wir das Geschenk am Montag in der Frühstückspause.

Nützliche Wörter: Geld sammeln, zusammenlegen, die Glückwunschkarte, überreichen, sich freuen über

3. Nachbarn beim Umzug helfen

Aufgabe: Eure Nachbarin zieht um und braucht Hilfe. Wann helft ihr? Was braucht ihr? Wer macht was? Essen?

A: Frau Schulz zieht am Samstag um. Wollen wir ihr helfen?

B: Ja, gern. Samstagvormittag habe ich Zeit, nachmittags leider nicht.

A: Dann fangen wir um acht Uhr an. Ich kann Kartons von meiner Arbeit mitbringen.

B: Super. Ich frage meinen Bruder, ob er uns seinen Transporter leiht.

A: Und mittags? Ich schlage vor, dass wir zusammen Pizza bestellen.

B: Gute Idee. Also: Samstag ab acht, du bringst Kartons, ich organisiere den Transporter, mittags gibt es Pizza.

Nützliche Wörter: der Umzugskarton, tragen, der Transporter, die Möbel abbauen, sich ausleihen

4. Kranke Kursteilnehmerin besuchen

Aufgabe: Eine Kursteilnehmerin ist im Krankenhaus. Wann besucht ihr sie? Was bringt ihr mit? Wer kommt mit? Wie helft ihr ihr beim Lernen?

A: Maryam ist seit Montag im Krankenhaus. Sollen wir sie besuchen?

B: Unbedingt. Aber wir müssen vorher fragen, wann Besuchszeit ist.

A: Ich rufe heute an. Was bringen wir mit? Blumen?

B: In manchen Krankenhäusern sind Blumen nicht erlaubt. Vielleicht Obst und eine Zeitschrift?

A: Ja, das ist besser. Und ich schicke ihr jeden Tag die Hausaufgaben per Handy.

B: Sehr gut. Also: Du klärst die Besuchszeit, ich kaufe Obst, und wir gehen am Donnerstag zu zweit hin.

Nützliche Wörter: die Besuchszeit, gute Besserung, sich erkundigen, mitbringen, nachholen

5. Hoffest oder Sommerfest im Haus

Aufgabe: Ihr wollt mit den Nachbarn ein Sommerfest im Hof machen. Wann? Wer wird eingeladen? Essen und Musik? Was ist mit Lärm?

A: Ich habe eine Idee: Wir machen ein Sommerfest im Hof, damit sich alle Nachbarn kennenlernen.

B: Schön. Am besten an einem Sonntagnachmittag, dann haben die meisten Zeit.

A: Wir hängen einen Zettel im Treppenhaus auf und laden alle ein.

B: Und wir müssen die Hausverwaltung fragen, ob wir den Hof nutzen dürfen.

A: Stimmt. Musik ja, aber leise, und um acht Uhr hören wir auf.

B: Einverstanden. Du schreibst den Zettel, ich frage die Hausverwaltung, und jeder bringt etwas zum Essen mit.

Nützliche Wörter: die Hausverwaltung, der Aushang, die Ruhezeit, Rücksicht nehmen, das Buffet

6. Zusammen zum Flohmarkt gehen

Aufgabe: Ihr wollt auf einem Flohmarkt Sachen verkaufen. Welcher Flohmarkt? Was verkauft ihr? Wie transportiert ihr alles? Preise?

A: Ich habe viele Kindersachen, die zu klein sind. Wollen wir zusammen auf den Flohmarkt gehen?

B: Gern. Am Sonntag ist ein großer Flohmarkt am Rathaus. Da muss man sich aber vorher anmelden.

A: Das mache ich morgen online. Was verkaufst du?

B: Bücher und Geschirr. Wie bringen wir das alles hin? Ich habe kein Auto.

A: Mein Mann fährt uns morgens hin. Und die Preise? Ich finde, wir sollten eher billig sein.

B: Ja, lieber alles verkaufen. Also: Sonntag Rathaus, du meldest uns an, dein Mann fährt, ich bringe einen Tisch mit.

Nützliche Wörter: der Stand, die Standgebühr, handeln, günstig, gebraucht

Ein ausführliches Beispiel mit zehn Sprecherwechseln, das Abschiedsfest für die Kursleiterin, steht im Guide DTZ mündliche Prüfung. Dort findest du auch Teil 1 und Teil 2.

3. Redemittel für Teil 3

Wenn du …A2 reicht soB1 klingt so
einen Vorschlag machst„Wir gehen in den Park.“„Ich schlage vor, dass wir in den Park gehen, weil das nichts kostet.“
zustimmst„Ja, gut.“„Einverstanden, das ist eine gute Idee, dann müssen wir nicht mit dem Auto fahren.“
widersprichst„Nein, das ist teuer.“„Das klingt schön, aber es ist ziemlich teuer. Wie wäre es mit …?“
nach der Meinung fragst„Und du?“„Was meinst du dazu? Hast du eine andere Idee?“
Aufgaben verteilst„Ich kaufe Kuchen.“„Ich kümmere mich um den Kuchen. Kannst du die Getränke organisieren?“
zusammenfasst„Okay, gut.“„Also, dann machen wir es so: am Samstag, im Park, du bringst …, ich …“

4. Fünf Fehler, die in Teil 3 Punkte kosten

  1. Monologe: Du sprichst eine Minute über alle Stichpunkte, dann dein Partner. Das ist Vortragen, nicht Planen.
  2. Nur „Ja, gut“: Wer immer zustimmt, zeigt keine Begründung. Widersprich mindestens einmal höflich.
  3. Kein Ergebnis: Das Gespräch endet ohne Einigung. Fasse am Schluss zusammen, auch wenn die Zeit knapp ist.
  4. Den Partner übergehen: Du ignorierst seine Idee und machst mit deiner weiter. Greife seine Vorschläge auf: „Du hast recht, der Bus ist billiger.“
  5. Stille aushalten wollen: Wenn es stockt, stell eine Frage zum nächsten Stichpunkt: „Und was machen wir mit dem Essen?“

5. Mini-Selbsttest

Dein Partner schlägt ein teures Restaurant vor. Was sagst du?

„Das Restaurant ist bestimmt schön, aber für alle ist es vielleicht zu teuer. Wie wäre es, wenn jeder etwas zu essen mitbringt?“

Die Prüferin sagt: „Sie haben noch eine Minute.“ Was machst du?

Zusammenfassen: „Also, wir treffen uns am Samstag um zehn am Bahnhof, du kaufst die Tickets und ich bringe das Picknick mit.“

Du verstehst ein Wort auf der Aufgabenkarte nicht. Was tust du?

Nachfragen ist erlaubt: „Entschuldigung, was bedeutet ‚Standgebühr‘?“ Oder den Partner fragen: „Weißt du, was hier gemeint ist?“

Häufige Fragen

Fragen zu DTZ Teil 3

Wie lange dauert Teil 3 der DTZ-Sprechprüfung?

Etwa sechs Minuten. Ihr bekommt eine Aufgabe mit vier oder fünf Stichpunkten und plant ohne Vorbereitungszeit gemeinsam. Die Prüfenden hören zu und greifen nur ein, wenn das Gespräch stockt.

Muss ich in Teil 3 alle Stichpunkte besprechen?

Ihr solltet jeden Stichpunkt mindestens einmal ansprechen. Wichtiger als Vollständigkeit ist aber, dass ihr wirklich miteinander sprecht: vorschlagen, reagieren, begründen, einigen. Ein fehlender Stichpunkt kostet weniger als ein Gespräch aus zwei Monologen.

Darf ich meinem Partner widersprechen?

Ja, und das ist sogar gut. Ein höflicher Widerspruch mit Begründung zeigt B1: „Das ist eine gute Idee, aber am Samstag arbeite ich. Wie wäre es mit Sonntag?“ Wichtig ist, dass ihr am Ende eine gemeinsame Lösung habt.

Was ist, wenn ich allein geprüft werde?

Wenn eine Paarprüfung nicht möglich ist, übernimmt eine prüfende Person die Rolle des Partners. Die Aufgabe bleibt gleich: Du planst mit ihr gemeinsam und reagierst auf ihre Vorschläge.

Offizielle Informationen

Übe Teil 3 mit einem Gesprächspartner, der antwortet

Der Tutor spielt deinen Prüfungspartner, macht Gegenvorschläge und fragt nach. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Sprechprüfung üben