45 Wörter · einfach erklärt · mit Übersetzung
Amtsdeutsch-Lexikon: Wörter aus Behördenbriefen
Bescheid, Frist, Mitwirkungspflicht: Behördenbriefe sind voller schwerer Wörter. Hier steht jedes in einfachem Deutsch, mit Beispiel aus einem echten Brief, dem nächsten Schritt und der Übersetzung auf Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch.
A
das Aktenzeichen
Das Aktenzeichen ist die Nummer deines Falls bei der Behörde.
die Anhörung
Eine Anhörung ist ein Brief, in dem die Behörde dich fragt, was du zu einer geplanten Entscheidung sagst.
der Antrag
Ein Antrag ist deine offizielle Bitte an eine Behörde, zum Beispiel um Geld oder eine Erlaubnis.
der Aufenthaltstitel
Ein Aufenthaltstitel ist die Erlaubnis, in Deutschland zu leben.
die Auflage
Eine Auflage ist eine Bedingung, die du einhalten musst, zum Beispiel im Aufenthaltstitel.
B
die Befreiung
Eine Befreiung bedeutet, dass du etwas nicht zahlen musst, zum Beispiel den Rundfunkbeitrag.
die Beitragsnummer
Die Beitragsnummer ist deine Nummer beim Rundfunkbeitrag oder bei einer Versicherung.
der Beitragsrückstand
Ein Beitragsrückstand bedeutet: Du schuldest Beiträge, zum Beispiel an die Krankenkasse.
der Bescheid
Ein Bescheid ist eine offizielle Entscheidung einer Behörde über deinen Fall.
der Bewilligungszeitraum
Der Bewilligungszeitraum ist die Zeit, für die dir eine Leistung wie Bürgergeld genehmigt wurde.
E
der Einspruch
Ein Einspruch ist der Widerspruch gegen einen Bescheid vom Finanzamt.
F
die Familienversicherung
Die Familienversicherung heißt: Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen sind kostenlos mitversichert.
der Festsetzungsbescheid
Ein Festsetzungsbescheid legt offiziell fest, wie viel du schuldest.
die Fiktionsbescheinigung
Eine Fiktionsbescheinigung zeigt, dass dein Aufenthalt erlaubt bleibt, solange die Behörde über deinen Antrag entscheidet.
die Frist
Eine Frist ist der Zeitraum oder das Datum, bis wann du etwas erledigen musst.
I
das Inkasso
Inkasso bedeutet: Eine Firma treibt für jemand anderen offene Forderungen ein.
K
die Kaution
Die Kaution ist eine Sicherheit, die du dem Vermieter zu Beginn des Mietvertrags gibst.
das Kindergeld
Kindergeld ist Geld vom Staat für Eltern, für jedes Kind jeden Monat.
der Kooperationsplan
Der Kooperationsplan ist ein gemeinsamer Plan mit dem Jobcenter, wie du in Arbeit kommst.
L
die Leistungsminderung
Eine Leistungsminderung ist eine Kürzung des Bürgergelds, früher „Sanktion“ genannt.
M
der Mahnbescheid
Ein Mahnbescheid ist ein Brief vom Amtsgericht, mit dem jemand Geld von dir fordert.
die Mahnung
Eine Mahnung ist eine Zahlungserinnerung: Eine Rechnung ist nicht bezahlt.
die Meldebescheinigung
Eine Meldebescheinigung zeigt, unter welcher Adresse du gemeldet bist.
das Meldeversäumnis
Ein Meldeversäumnis bedeutet: Du bist zu einem Termin beim Jobcenter nicht erschienen.
die Mieterhöhung
Eine Mieterhöhung ist die Forderung des Vermieters, ab einem Datum mehr Miete zu zahlen.
die Mitwirkungspflicht
Die Mitwirkungspflicht bedeutet: Du musst der Behörde die Infos und Unterlagen geben, die sie für deinen Antrag braucht.
N
der Nachweis
Ein Nachweis ist ein Dokument, das etwas beweist, zum Beispiel Einkommen, Miete oder Sprachkenntnisse.
die Nebenkostenabrechnung
Die Nebenkostenabrechnung zeigt, was Heizung, Wasser, Müll und andere Nebenkosten im Jahr wirklich gekostet haben.
die Niederlassungserlaubnis
Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel.
R
die Ratenzahlung
Ratenzahlung heißt: Du zahlst einen Betrag in mehreren kleineren Teilen statt auf einmal.
die Rechtsbehelfsbelehrung
Die Rechtsbehelfsbelehrung erklärt, wie und bis wann du dich gegen einen Bescheid wehren kannst.
die Rückforderung
Eine Rückforderung bedeutet: Die Behörde will Geld zurück, das du zu viel bekommen hast.
S
der Säumniszuschlag
Ein Säumniszuschlag ist ein Aufschlag, den du zahlen musst, weil du zu spät gezahlt hast.
die Steuer-ID
Die Steuer-ID ist deine persönliche Steuernummer in Deutschland, sie bleibt ein Leben lang gleich.
der Steuerbescheid
Der Steuerbescheid zeigt, wie viel Steuer du zahlen musst oder zurückbekommst.
die Steuererklärung
In der Steuererklärung meldest du dem Finanzamt dein Einkommen und deine Ausgaben für ein Jahr.
die Stundung
Eine Stundung ist ein Aufschub: Du darfst später zahlen als geplant.
V
die Verpflichtungserklärung
Mit einer Verpflichtungserklärung verspricht jemand, für die Kosten eines Gastes in Deutschland aufzukommen.
die Vollmacht
Mit einer Vollmacht erlaubst du einer anderen Person, für dich mit der Behörde zu sprechen oder Dinge zu erledigen.
die Vollstreckung
Vollstreckung bedeutet, dass eine Behörde oder ein Gerichtsvollzieher Geld zwangsweise eintreibt.
die Vorauszahlung
Eine Vorauszahlung ist ein Betrag, den du im Voraus zahlst, bevor die genaue Summe feststeht.
die Vorsprache
Eine Vorsprache ist ein persönlicher Termin bei der Behörde.
W
der Weiterbewilligungsantrag
Mit dem Weiterbewilligungsantrag beantragst du, dass eine Leistung nach dem Bewilligungszeitraum weiter gezahlt wird.
der Widerspruch
Ein Widerspruch ist deine schriftliche Beschwerde gegen einen Bescheid, damit die Behörde ihn noch einmal prüft.
Z
die Zustellung
Zustellung ist die offizielle Übergabe eines Briefs, ab der eine Frist läuft.
Nach Absender
Briefe nach Behörde verstehen
- Brief vom Jobcenter verstehen
- Brief von der Ausländerbehörde verstehen
- Brief vom Finanzamt verstehen
- Brief von der Krankenkasse verstehen
- Brief von der Familienkasse verstehen
- Brief vom Rundfunkbeitrag (GEZ) verstehen
- Brief vom Vermieter verstehen
- Mahnung oder Inkasso-Brief verstehen
Das Lexikon erklärt Begriffe allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Was genau in deinem Fall gilt, steht im Brief selbst.