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Brief vom Finanzamt verstehen

Vom Finanzamt kommen Steuerbescheide, Erinnerungen und Fragen zu deiner Steuererklärung. Füge den Brief ein und sieh, ob du zahlen musst oder Geld zurückbekommst.

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Überblick

Typische Briefe: Finanzamt

  • Steuerbescheid

    Das Ergebnis deiner Steuererklärung: Erstattung (du bekommst Geld) oder Nachzahlung (du musst zahlen).

  • Steuer-ID (Identifikationsnummer)

    Nach der Anmeldung in Deutschland kommt ein Brief vom Bundeszentralamt für Steuern mit deiner Steuer-ID. Gut aufheben, der Arbeitgeber braucht sie.

  • Erinnerung an die Steuererklärung

    Du musst eine Erklärung abgeben und bist zu spät. Danach kann ein Verspätungszuschlag kommen.

  • Vorauszahlungsbescheid

    Du sollst Steuer schon im Voraus in Raten zahlen, oft bei Selbstständigen oder Vermietung.

  • Rückfragen

    Das Finanzamt braucht Belege, zum Beispiel für Fahrtkosten oder Arbeitsmittel.

Wichtige Fristen

  • Einspruch gegen den Steuerbescheid: ein Monat ab Bekanntgabe (drei Tage nach dem Datum auf dem Brief).
  • Nachzahlung: Datum steht im Bescheid, meist ein Monat.
  • Steuererklärung ohne Steuerberater: in der Regel bis 31. Juli des Folgejahres.

Tipps

  • Vergleiche den Bescheid mit deiner Erklärung. Abweichungen erklärt das Finanzamt unter „Erläuterungen“.
  • Einspruch kannst du kostenlos über ELSTER einlegen.
  • Kannst du nicht sofort zahlen, beantrage Stundung oder Ratenzahlung, bevor die Frist abläuft.

Bei Steuerfragen helfen Lohnsteuerhilfevereine (für Arbeitnehmer günstig) und Steuerberater. Für Einspruch und Fristfragen gibt das Finanzamt selbst telefonisch Auskunft.

Amtsdeutsch

Wörter in diesen Briefen

  • der Steuerbescheid

    Der Steuerbescheid zeigt, wie viel Steuer du zahlen musst oder zurückbekommst.

  • die Steuer-ID

    Die Steuer-ID ist deine persönliche Steuernummer in Deutschland, sie bleibt ein Leben lang gleich.

  • die Steuererklärung

    In der Steuererklärung meldest du dem Finanzamt dein Einkommen und deine Ausgaben für ein Jahr.

  • der Einspruch

    Ein Einspruch ist der Widerspruch gegen einen Bescheid vom Finanzamt.

  • die Vorauszahlung

    Eine Vorauszahlung ist ein Betrag, den du im Voraus zahlst, bevor die genaue Summe feststeht.

  • der Säumniszuschlag

    Ein Säumniszuschlag ist ein Aufschlag, den du zahlen musst, weil du zu spät gezahlt hast.

  • die Stundung

    Eine Stundung ist ein Aufschub: Du darfst später zahlen als geplant.

  • die Ratenzahlung

    Ratenzahlung heißt: Du zahlst einen Betrag in mehreren kleineren Teilen statt auf einmal.

  • die Frist

    Eine Frist ist der Zeitraum oder das Datum, bis wann du etwas erledigen musst.

  • das Aktenzeichen

    Das Aktenzeichen ist die Nummer deines Falls bei der Behörde.

Alle Wörter im Amtsdeutsch-Lexikon →

Fragen

Häufige Fragen

  • Wie lange habe ich Zeit für einen Einspruch gegen den Steuerbescheid?

    Einen Monat. Der Bescheid gilt drei Tage nach dem Datum auf dem Brief als bekanntgegeben, ab dann läuft der Monat. Einspruch geht kostenlos per ELSTER oder Brief.

  • Ich kann die Nachzahlung nicht bezahlen. Was tun?

    Beantrage vor dem Fälligkeitsdatum schriftlich eine Stundung oder Ratenzahlung und erkläre kurz warum. Sonst kommen Säumniszuschläge dazu.

  • Was ist der Unterschied zwischen Steuernummer und Steuer-ID?

    Die Steuer-ID ist lebenslang gleich und gehört zu dir als Person. Die Steuernummer vergibt das Finanzamt für deine Steuererklärung und sie kann sich bei einem Umzug ändern.

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