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Brief von der Krankenkasse verstehen

Krankenkassen schreiben wegen Beiträgen, Familienversicherung, Krankengeld oder einer neuen Gesundheitskarte. Füge den Brief ein und sieh, was die Kasse von dir braucht.

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Überblick

Typische Briefe: Krankenkasse

  • Fragebogen Familienversicherung

    Die Kasse prüft, ob Partner oder Kinder kostenlos mitversichert bleiben dürfen. Dafür zählt ihr Einkommen.

  • Beitragsrückstand

    Du hast Beiträge nicht bezahlt. Es kommen Säumniszuschläge dazu, und die Leistungen können eingeschränkt werden.

  • Beitragsbescheid

    Gilt für freiwillig Versicherte: Hier steht, wie viel du jeden Monat zahlst.

  • Krankengeld

    Wenn du länger krank bist, zahlt die Kasse statt des Arbeitgebers. Sie braucht die Krankmeldungen lückenlos.

  • Neue Gesundheitskarte

    Die Kasse braucht ein Foto für die elektronische Gesundheitskarte.

Wichtige Fristen

  • Fragebogen: Datum im Brief, oft zwei bis vier Wochen.
  • Widerspruch gegen einen Bescheid: ein Monat ab Zugang.
  • Krankmeldung: am besten am ersten Tag, damit kein Krankengeld verloren geht.

Tipps

  • Schreibe die Versichertennummer auf jede Antwort.
  • Bei Beitragsschulden früh eine Ratenzahlung anbieten. Notfallbehandlung bekommst du immer.
  • Viele Kassen haben eine App zum Hochladen von Formularen, das geht schneller als Post.

Kostenlos beraten die Unabhängige Patientenberatung (UPD), Verbraucherzentralen und Migrationsberatungen. Auch die Kasse selbst muss dir erklären, was ein Brief bedeutet.

Amtsdeutsch

Wörter in diesen Briefen

  • die Familienversicherung

    Die Familienversicherung heißt: Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen sind kostenlos mitversichert.

  • der Beitragsrückstand

    Ein Beitragsrückstand bedeutet: Du schuldest Beiträge, zum Beispiel an die Krankenkasse.

  • der Säumniszuschlag

    Ein Säumniszuschlag ist ein Aufschlag, den du zahlen musst, weil du zu spät gezahlt hast.

  • die Ratenzahlung

    Ratenzahlung heißt: Du zahlst einen Betrag in mehreren kleineren Teilen statt auf einmal.

  • der Nachweis

    Ein Nachweis ist ein Dokument, das etwas beweist, zum Beispiel Einkommen, Miete oder Sprachkenntnisse.

  • der Bescheid

    Ein Bescheid ist eine offizielle Entscheidung einer Behörde über deinen Fall.

  • der Widerspruch

    Ein Widerspruch ist deine schriftliche Beschwerde gegen einen Bescheid, damit die Behörde ihn noch einmal prüft.

  • die Frist

    Eine Frist ist der Zeitraum oder das Datum, bis wann du etwas erledigen musst.

Alle Wörter im Amtsdeutsch-Lexikon →

Fragen

Häufige Fragen

  • Was passiert, wenn ich den Fragebogen zur Familienversicherung nicht zurückschicke?

    Die Kasse kann die kostenlose Mitversicherung beenden, auch rückwirkend. Dann müsste die Person sich selbst versichern und Beiträge zahlen. Schicke den Bogen deshalb rechtzeitig zurück.

  • Ich habe Schulden bei der Krankenkasse. Bin ich noch versichert?

    Ja, du bleibst versichert. Bei hohen Rückständen bekommst du aber oft nur noch Notfall- und Schmerzbehandlung. Biete eine Ratenzahlung an, dann gilt meist wieder alles.

  • Wie lange habe ich Zeit für einen Widerspruch?

    Einen Monat nach Zugang des Bescheids. Schreibe kurz, gegen welchen Bescheid du widersprichst, mit Datum und Versichertennummer.

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